Formate

Wir bieten verschiedene Formate zur Durchführung der Inhalte an. Das Spektrum reicht vom zweistündigen Schnupperkurs bis zur einwöchigen Akademie.

Die idealtypische Struktur

Idealtypisch beginnt ein Bündnis mit einem Schnupperkurs, um das Interesse von Teilnehmer*innen zu wecken. Die Zusammensetzung der Teilnmehmer*innen wird anschließend durch die eintägigen und zweitägigen Workshops fokussiert. Bei genügend engagierten Teilnehmer*innen kann im Anschluss das regelmäßige Format Games Weekly durchgeführt werden. Die Formate Barcamp und Talents Academy sind sehr aufwendig und setzen erhöhte organisatorische Ressourcen und Fähigkeiten auf Seiten der Bündnispartner voraus.

Können auch verschiedene Formate in einem Bündnis stattfinden?

Ja, innerhalb eines Bündnisses kann natürlich ein Mix aus verschieden Formaten angeboten werden. Abweichungen von der idealtypischen Struktur sind begründet möglich.

Regelmäßiger Nachmittagsworkshop

Intro

Dieses Format eignet sich vor allem für feste Teilnehmergruppen, um kontinuierlich an einem Thema oder einer Aufgabe zu arbeiten.

Umfang

Der regelmäßige Workshop kann sich über mehrere Monate erstrecken, aber auch halb- und ganzjährlich durchgeführt werden. In der Regel ist ein Nachmittagsworkshop pro Woche vorgesehen. Jedem Bündnispartner stehen mindestens 13 Termine à vier Stunden. Stunden- und Terminzahl können jedoch, je nach Bedarf der Bündnispartner, variieren.

Eckdaten

Der Workshop ist für mindestens 14 und höchstens 18 Kinder/Jugendliche sowie zwei Fachkräfte und zwei ehrenamtliche Unterstützer*innen ausgelegt.

Fachkräfte und Betreuer

Ob die Durchführung von regelmäßigen Nachmittagsworkshops möglich ist, hängt auch wesentlich von der Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte ab. Die Stiftung Digitale Spielekultur (Initiative „Stärker mit Games“) verfügt über einen eigenen Pool geeigneter Fachkräfte. Die Bündnispartner können jedoch auch selber geeignete Fachkräfte vorschlagen, die auf eigene Rechnung arbeiten und nicht bei einem der Bündnispartner angestellt sind.

Zur Stärkung der Nachhaltigkeit sollen möglichst lokale Kräfte eingebunden werden, insbesondere engagierte Ehrenamtliche (z. B. Eltern u. a.) und Jugendliche können als Teamer auf Ehrenamtsbasis (5 € p.h.) eingebunden werden.

Schnupperkurs im Vorfeld

Der Schnupperkurs ist genau richtig, um zu testen, ob das Programm von den Kindern und Jugendlichen angenommen wird und um Teilnehmer*innen für darauffolgende Workshops zu rekrutieren. Der Schnupperkurs kann bis zu vier Stunden dauern und an Schulen auch während der Unterrichtszeit durchgeführt werden, vorausgesetzt, die Teilnahme der Schüler*innen ist freiwillig.

Ferienworkshop

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Dieses Format eignet sich vor allem für Bündnispartner im ländlichen und strukturschwachen Raum und solche, die kein Nachmittagsprogramm während der Schulzeit anbieten können. Der Ferienworkshop ermöglicht die intensive Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema oder einer bestimmenten Methode.

Teilnehmerzahl

Der Ferienworkshop muss mindestens zwei Tage à vier Stunden und kann höchstens fünf Tage à acht Stunden dauern.

Ab sechs Stunden sollten die Bündnispartner eine feste Verpflegung einplanen. Die Kosten hierfür werden über Verpflegungspauschale erstattet.

Teilnehmerzahl

Der Workshop ist für mindestens 14 und höchstens 18 Kinder/Jugendliche sowie zwei Fachkräfte und zwei ehrenamtliche Unterstützer*innen ausgelegt.

Fachkräfte und Betreuer

Ob die Durchführung von regelmäßigen Nachmittagsworkshops möglich ist, hängt auch wesentlich von der Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte ab. Die Stiftung Digitale Spielekultur (Initiative „Stärker mit Games“) verfügt über einen eigenen Pool geeigneter Fachkräfte. Die Bündnispartner können jedoch auch selbst geeignete Fachkräfte vorschlagen, die auf eigene Rechnung arbeiten und nicht bei einem der Bündnispartner angestellt sind.

Zur Stärkung der Nachhaltigkeit sollen möglichst lokale Kräfte eingebunden werden, insbesondere engagierte Ehrenamtliche (z. B. Eltern u. a.) und Jugendliche können als Teamer auf Ehrenamtsbasis (5 € p.h.) eingebunden werden.

Nachhaltigkeit

Der Ferienworkshop soll in eine nachhaltige Bündnisplanung eingebettet werden, d. h. die Bündnispartnern sollten für Folgeveranstaltungen und weitere Ferienworkshops offen sein. Darüber hinaus wird stets angestrebt, die zweite Honorarstelle (Assistenz) mit einer geeigneten Person aus der Umgebung zu besetzen. Die aktive Teilnahme und Unterstützung während des Ferienworkshops durch die Bündnispartner ist vorausgesetzt.

Schnupperkurs im Vorfeld

Der Schnupperkurs ist genau richtig, um zu testen, ob das Programm von den Kindern und Jugendlichen angenommen wird und um Teilnehmer*innen für darauffolgende Workshops zu rekrutieren. Der Schnupperkurs kann bis zu vier Stunden dauern und an Schulen auch während der Unterrichtszeit durchgeführt werden, vorausgesetzt, die Teilnahme der Schüler*innen ist freiwillig.

Games Barcamp: Wochenend-Konferenz

Über Computerspiele wird viel diskutiert. Doch nicht immer kommen auch die Gamer selbst zu Wort. Was beschäftigt sie wirklich in Bezug auf Computerspiele? Das Gamescamp möchte an Aktionswochenenden genau das herausfinden. Jugendliche und junge Erwachsene können sich hier nach der Barcamp-Methode zum Thema Computerspiele austauschen, eigene Projekte vorstellen oder von anderen lernen.
Bei einem Barcamp gibt es keine feste Agenda oder vordefinierte Themen. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmten das Programm vor Ort komplett selbst. Sie können eigene Projekte vorstellen oder Themen diskutieren, die ihnen am Herzen liegen. Sogenannte Joker, Experten aus der Games-Branche, stehen ihnen während der gesamten Zeit des Barcamps beratend zur Seite.

Die Jugendlichen kommen freitags gruppenweise am Veranstaltungsort an, beziehen ihre Zimmer und nehmen abends an einer Kennenlern-LAN-Party teil, bei der kompetitiv in Gruppen altersgerechte Spiele (bspw. Trackmania) gespielt werden.

Am Samstag-Vormittag beginnt nach dem gemeinsamen Frühstück die Themen-Findungs-Phase. Die Medienpädagoginnen stellen das Barcamp-Konzept vor und rufen die Jugendlichen auf, Themenvorschläge für i.d.R. einstündige Sessions einzureichen. Alle Vorschläge werden für alle sichtbar festgehalten. Interesse für die einzelnen Themen wird durch Melden/Aufzeigen gezeigt. Es erfolgt dann eine Zuordnung der Sessions zu Zeit- / Raumslots. Auf diese Weise haben die Jugendlichen unter Anleitung bis zur Mittagspause ihre eigene Konferenz geplant und konzipiert.

Nach der Mittagspause geht es dann in die einzelnen Sessions. Meist finden zwei, drei oder mehr Sessions parallel statt. Die Jugendliche, die das Thema vorgeschlagen hat, leitet/moderiert/hostet die Veranstaltung. Mind. eine Teamerin steht der Session pädagogisch zur Seite, hält sich aber meist zurück und greift nur punktuell bei Bedarf helfend ein. Eine Teilnehmerin wird gebeten, die Session bspw. in einem Google-Doc zu dokumentieren (Kurz-Protokoll). Nach Abschluss der Session kann auch ein Kurz-Interview vor einem iPad auf Stativ erfolgen, wobei zwei Teilnehmerinnen 1min Zeit haben, die Ergebnisse der Session zusammenzufassen.

Am Abend wird eine Party der digitalen Spielekultur gefeiert. Dazu können analoge Spiele und Social Games, LAN-Party, Battle of the Bands, experimentelle Spiele uvm., aber auch Singen am Lagerfeuer, Nachtwanderung etc. zählen. Generell stehen während der gesamten Dauer des Barcamps auch Ausgleichs-Angebote, z.B. Basketball, auf dem Programm, die auch in die inhaltliche Arbeit der Jugendlichen eingebunden werden können.
Am Sonntag-Vormittag gibt es weitere Sessions. Nach der Mittagspause trifft sich das Gesamt-Plenum zum Closing Rant, bei dem auch das gesammelte Feedback der Jugendlichen eingeholt wird und eine inhaltliche Gesamt-Auswertung erfolgt. Danach reisen alle Beteiligten ab.

Games Talents Academy: Siebentägiger Workshop

In dem einwöchigen Camp werden die Jugendlichen herausgefordert, ihr spezielles Können im Team zu beweisen und gemeinsam ein eigenes Spielekonzept zu erstellen. Begleitet von Gaming-Experten und Medienpädagogen setzen sie dieses Konzept in der Akademie um und produzieren einen ersten Prototyp ihres Spiels (Rapid Prototyping). Am Ende der Akademie wird das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert.

Während der Games Talent Academy haben die Jugendlichen (max. 50 Teilnehmer) die Aufgabe, gemeinsam und unter fachkundiger Anleitung ein Spiel zu konzipieren und ansatzweise zu produzieren. Die Akademie findet in einer Jugendherberge (o. ä.) während der Ferien statt. Reisekosten sowie Kosten für Unterkunft und Verpflegung vor Ort werden übernommen, so dass die Teilnahme kostenfrei ist.

Flankierend zur gemeinsamen Arbeit an der Konzeption und Produktion eines Spiels in den jeweiligen Teams, werden von Experten*innen (aber auch den Jugendlichen selbst) Workshops und AGs rund um die Entwicklung von digitalen Spielen angeboten. In den Workshops haben die Jugendlichen Gelegenheit Ihre Kenntnisse zu vertiefen bzw. sich in neue Themenfelder einzuarbeiten oder ihr Wissen an andere weiterzugeben. Sie erhalten hierbei auf anschauliche und praktische Weise eine Einführung in die Aufgabenvielfalt bei der Produktion eines Spiels.

Die im Rahmen der Teamarbeit wie der Arbeit in den Workshops motivierte Auseinandersetzung mit der Komplexität und Vielschichtigkeit der Erstellung eines digitalen Spiels vermittelt zugleich eine erste Orientierung über berufliche Perspektiven in der Games-Branche und darüber hinaus in Betätigungsfeldern der Kultur- und Kreativindustrien.
Die Arbeit während der Akademie wird von Pädagog*innen, Entwickler*innen und studentischen Hilfskräften begleitet.

Absolvent/innen der Akademie sollen im Nachgang als Peer-Botschafter gewonnen werden und in ihrem Umfeld als Mentoren fungieren, um weitere Jugendliche als Teilnehmer*innen für weitere Akademien zu gewinnen und sie bei der Bewerbung zu unterstützen. Wir sehen außerdem zwei Sozialpädagoginnen vor, die im Umgang mit Kindern und Jugendlichen geschult, die gegebenenfalls aus schwierigen Erziehungslagen kommen. Gegenüber den Medienpädagoginnen kommt den Sozialpädagoginnen im Rahmen der Maßnahme insbesondere auch die Aufgabe der Stärkung der Eigenverantwortung der Heranwachsenden zu.

Besonderheit der Akademie gegenüber anderen Maßnahmen
Die Talent-Akademie ist die herausragendste Maßnahme in unserem Maßnahmen-Paket und stellt den krönenden Jahreshöhepunkt eines Bündnisses dar, sofern das Bündnis eine Akademie vorsieht. In der Akademie wird zusätzlich zu den Bildungsthemen eine breite Palette an Perspektiven, Expertisen und Berufsbildern im Bereich der Kreativ, insbesondere aber der Spielebranche abgebildet. Die Akademie richtet sich an engagierte Kinder und Jugendliche, die in vorherigen Maßnahmen des Bündnisses nachhaltige Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit bewiesen haben. Ihnen werden in der Akademie u. a. die Vielfältigen beruflichen Möglichkeiten aufgezeigt und konkretes Wissen zur beruflichen Praxis vermittelt.

Dieses Format setzt bei den Bündnispartnern hohe organisatorische Fähigkeiten und einen starken Zugriff auf Teilnehmer*innen aus der Zielgruppe voraus.

Stärker mit Games